Im modernen Personalwesen kommt zunehmend ERP-Software zum Einsatz

ERP-Software im Personalwesen – Der Mensch in der Maschine

Welcher Mitarbeiter ist für das kommende Projekt verfügbar? Welche Qualifikationen werden im Unternehmen noch benötigt? Ist es sinnvoller, aktuelle Mitarbeiter weiterzubilden oder neues Personal anzuwerben?

Mit all diesen Fragen beschäftigt sich das Personalwesen – je nach Gusto auch Personalwirtschaft oder Personalmanagement genannt. Es gilt als einer der essenziellsten Unternehmensbereiche, denn oft wird eine erfolgreiche Unternehmensperformance nur durch qualifizierte Mitarbeiter möglich gemacht.

Auf der anderen Seite ist gerade dieser Bereich sehr stark reglementiert – besonders in Deutschland. Urlaubszeiten, Personaldatenverwaltung und vor allem natürlich Lohnbuchhaltung – für all diese Punkte gibt es detaillierte gesetzliche Vorschriften und Regelungen, die beachtet werden müssen. Das führt dazu, dass zahlreiche eigenständige Softwareprodukte existieren, von der Lohnbuchhaltung im Speziellen bis zum Personalwesen im Allgemeinen.

Lohnt sich aber ein Personal-Modul fürs eigene ERP-System trotzdem oder kann man hier getrost der Spezialsoftware vertrauen?

All-Inclusive oder Abenteuerurlaub?

Für beide Sichtweisen gibt es gute Argumente. Spezialsoftware fürs Personalwesen kann aufgrund ihrer genauen Ausrichtung oftmals einzelne Aufgaben besser erfüllen, aber vor allem wird sie in der Regel schneller an gesetzliche Änderungen und neue Vorschriften angepasst.

Doch die eigentlich wichtige Frage ist, wie man die Daten des Personalwesens mit dem Rest seiner Softwareinfrastruktur verbinden kann. Denn ein Mitarbeiter kann als hervorragendes Beispiel für die Verknüpfung von Unternehmensbereichen herhalten – er ist die Spinne im ERP-Netz. Ob die Ressourcenplanung für ein anstehendes Projekt durchgeführt wird oder nachvollzogen werden soll, wer wann eine Bestellung getätigt hat.

Fast alle Unternehmensbereiche sind auf die eine oder andere Weise mit den eigenen Mitarbeitern und damit auch mit dem Personalwesen verknüpft – eine Chance, die man nutzen kann.

Wählt man also keine im ERP-System integrierte Lösung, sind diese Informationen zunächst einmal nicht mehr so leicht zugänglich und eventuell vorhandene Synergieeffekte gehen verloren. Alternativ kann man sich natürlich für eine Anbindung per Schnittstelle entscheiden, mit der die Daten an die restliche Unternehmenssoftware geknüpft werden, was aber wiederum ganz eigene Probleme mit sich bringt.

Je nach Software (auf beiden Seiten) und den Anforderungen des Unternehmens muss eine individuelle Lösung als Schnittstelle entwickelt und zumeist auch künftig auf aktuellem Stand gehalten werden, was Aufwand und/oder Kosten verursacht. Zudem erhöht jede angebundene Software die Ausfallwahrscheinlichkeit des Gesamtsystems oder könnte eine Sicherheitslücke darstellen, was besonders bei den im Personalwesen kritischen Informationen sehr gefährlich ist.

Die unternehmerische Entscheidung für oder gegen eine nicht integrierte Personalverwaltung ist daher immer ein Trade-off zwischen den Fähigkeiten der entsprechenden Spezialsoftware im Vergleich zur ERP-integrierten Variante und den damit verbundenen Kosten und Risiken.

ERP – Connecting people! Lösungen im modernen Personalwesen

Dabei sind die Mehrwerte eines integrierten Personalwesens enorm und das gilt nicht nur für weiche Faktoren, wie die Förderung des prozessualen Denkens der Mitarbeiter.

  • Beispielsweise kann direkt bei der Personaleinsatzplanung auf hinterlegte Informationen wie etwa die Urlaubsplanung zurückgegriffen oder notwendige Qualifikationen fürs Projekt mit den Fähigkeiten der Mitarbeiter abgeglichen werden.
  • Nutzt ein Unternehmen flexible Arbeitszeiten, ist es möglich, die Zeiterfassung zu integrieren oder Reisekosten direkt dem richtigen Mitarbeiter zuzuordnen und korrekt zu verbuchen. Dasselbe gilt auch für künftiges Personal.
  • Für eine effizientere Personalentwicklung können Seminare und Fortbildungen direkt im System beantragt und entsprechend eingeplant werden.
  • Auch ein angeschlossenes Bewerberportal, in dem Bewerber vorgefertigte Fragebögen ausfüllen und Dokumente wie ihren Lebenslauf hochladen können, ist denkbar.

Die Möglichkeiten, gut verwaltete Informationen nutzbar zu machen, sind schier unbegrenzt!

Eine gut organisierte Personalverwaltung kann wirkungsvolle Synergieeffekte auslösen, die Controllingmöglichkeiten verbessern und die Unternehmensperformance insgesamt erhöhen. Ob dafür eine eigenständige Software oder ein integrierter Bestandteil eines ERP-Systems genutzt wird, ist dabei stets eine individuelle Entscheidung, die sich immer nach der konkreten Situation eines Unternehmens, der Personalintensität sowie persönlichen Präferenzen richtet.

Wenn Sie mehr rund ums Thema Personalmanagement in ERP-Systemen erfahren möchten, freuen wir uns über Ihre Nachricht.

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*