Auch unsere zertifizierten Berater arbeiten nach den PRINCE2 Standards

PRINCE2 – Die fürstliche Projektmanagement-Methode

Moderne Berufe lassen sich, vor allem wenn es um digitale Themen geht, nur sehr schlecht standardisieren. Jeder Kunde hat verschiedene Anforderungen, Prioritäten und finanzielle Möglichkeiten, wodurch auch das abgelieferte Produkt meist variiert. Daher werden Arbeitspakete oftmals als eigenständige Projekte bearbeitet. Doch was genau ist ein Projekt bzw. wie lässt es sich definieren?

Ein Projekt ist eine für einen befristeten Zeitraum geschaffene Organisation, die mit dem Zweck eingerichtet wurde, ein oder mehrere Produkte in Übereinstimmung mit einem vereinbarten Business Case zu liefern.

Das ist die Definition nach PRINCE2, einer der neben ICB oder PIMBOK weltweit führenden Projektmanagementmethoden, die auch unsere Arbeit bei der kreITiv maßgeblich beeinflusst. Warum nutzen wir diese Methode und was sind ihre Vorteile?

Flexibles Framework für skalierbares Projektmanagement

PRINCE steht für Projects in Controlled Enviroments und ist ein britischer Entwurf aus dem Jahr 1989. Nach einigen Verbesserungen entstand 1996 PRINCE2, das 2009 noch einmal überarbeitet wurde.

Ähnlich wie die Best-Practice-Sammlung ITIL ist PRINCE2 nicht starr. Es ist ein skalierbares Framework, das vom Hersteller zwar oft als Best-Practice-Ansatz beschrieben wird, aber nichtsdestotrotz durch deutliche Prozesse mit definierten Rollen für eine klare Struktur sorgt.

Grundlage sind 7 Grundprinzipien, 7 Themen, 7 Prozesse und die Anpassung an die Projektumgebung. Jedes Projekt ist einmalig, Anpassung bedeutet also, die passende Projektorganisation mit Rollenbesetzung und Dokumentation festzulegen. Schließlich soll der Managementaufwand nicht größer sein, als das Projektergebnis wert ist.

Das führt zu einer enormen Flexibilität und Skalierbarkeit, was diese Methode für Projekte aller Art und jeder Größe attraktiv macht. Ihre wichtigsten Aspekte sind:

  • immer auf den Business Case, die geschäftliche Rechtfertigung des Projekts, ausgerichtet
  • Fokus auf Einteilung in kontrollierbare Phasen
  • produktbasierte Planung
  • Definition des Projektmanagementteams (in der Praxis können einzelne Personen mehrere Rollen einnehmen) und der Organisationsstruktur
  • permanente Aufwands- und Risikobewertung
  • Definition der Kommunikationswege
  • „Management by Exception“ – Verantwortliche/Auftraggeber werden informiert, greifen aber nur in Ausnahmefällen ins Projekt ein

Updates für PRINCE2 – Neues aus dem Königspalast?

Im Jahr 2017 gab es nach 2009 noch einmal eine größere Überarbeitung. Bisher gibt es diese nur für die englische Sprachversion, soll aber 2018 auch für andere Sprachen zur Verfügung gestellt werden. Entsprechend des Best-Practice-Ansatzes basiert dieses Update zu großen Teilen auf Feedback von Nutzern und wurde bei Einführung mit der Community abgestimmt. Fokus liegt dabei eher auf einer weiteren Verbesserung der Anpassbarkeit, während die grundlegenden Prinzipien beibehalten wurden.

Die große Verbreitung als einer der gängigen Standards im Projektmanagement, die flexible Anwendbarkeit sowie die inhaltliche Nähe zu ITIL machen PRINCE2 zu einem idealen Ansatz gerade für IT-Service-Dienstleister wie die kreITiv. Sollten Sie Interesse an diesem Thema haben, wenden Sie sich gern an uns. Unsere Berater sind PRINCE2-zertifiziert und helfen Ihnen gern weiter.