Blogartikel zum Schlagwort: Apps

Erklärung und Vorteile von Progressive Web Apps

Progressive Web Apps – Die mobile Revolution?

Täglich nutzen wir Progressive Web Apps und wissen es nicht einmal. Diese sogenannten PWA’s besitzen alle Funktionalitäten und Möglichkeiten klassischer Smartphone-Apps, laufen aber vollständig im Webbrowser und haben damit den Vorteil, dass sie nicht erst installiert werden müssen. In den letzten Jahren hat der Vormarsch dieser Art von App begonnen und sie ist nun im Begriff, herkömmliche Apps vollständig abzulösen.

Nach der allgemeinen Einführung in die Web Apps, befassen wir uns deshalb noch einmal genauer mit dem Thema und tragen zusammen, was eine Progressive Web App ausmacht, ob sie dem Vergleich zu klassischen Apps standhält und welche Chancen für Unternehmen bietet. Die vielen Vorteile dieser Entwicklungen zeigen wir aber gleich vorweg…

  • Keine Installation notwendig, Nutzung direkt im Browser

  • Updates auf dem Server und nicht beim Nutzer

  • Nutzung dank Caching auch offline möglich

  • Unterschiedlichste Funktionen abdeckbar

  • Inhalte können von Suchmaschinen indexiert werden

  • Simples Teilen der App per URL

  • Geringere Entwicklungs- und Wartungskosten

  • Unabhängigkeit von App Stores

  • Gesicherter Zugriff für geschäftliche Anwender auf Firmendaten möglich

 

Was genau sind eigentlich Progressive Web Apps?

Bekannte Webdienste wie Gmail, Netflix, Trivago, Microsoft Office, Instagram oder Twitter sind Progressive Web Apps. Es sind Anwendungen, die im Webbrowser ausgeführt werden und dem Nutzer das gleiche Erlebnis wie native Apps liefern (also eigens für diese Funktion erstellte Anwendungen, die auf dem Endgerät in einer separaten Umgebung verarbeitet werden). Egal ob Smartphone, Tablet oder Desktop-PC, der Nutzer kann im Browser Mails lesen und schreiben, Flugreisen buchen oder Filme schauen.

PWA’s stellen also Funktionen bereit, die über das reine Anzeigen von Texten und Bildern im Webbrowser hinausgehen. “Progressive” werden sie im Vergleich zu bisherigen Web Apps durch die Möglichkeit, auch offline nutzbar zu sein.

Die Technik dahinter ist nicht allzu komplex. Das wichtigste Element für die Umsetzung von Progressive Web Apps sind die sogenannten Service Worker. Sie arbeiten im Hintergrund der Webseite und ermöglichen das Laden von bestimmten Inhalten in den Cache, ohne dass es einer erneuten HTTP-Kommunikation bedarf. Fordert ein Nutzer bestimmte Inhalte an, hat der Service Worker diese Inhalte bereits in den Cache geladen, da der Entwickler diese vorab definiert hat.

Hierbei kommen moderne Methoden der Webentwicklung, wie das Prerendering, Preloading und Prefetching, zum Einsatz. Während der Entwicklung einer Progressive Web App werden diese Schlüsselressourcen identifiziert, referenziert und vorgeladen. Je nach Nutzerinteraktion weiß die App, welche Inhalte angefordert werden und muss diese nicht extra über die Internetverbindung nachladen.

Dieses Prinzip reduziert die Abhängigkeit von Übertragungsraten speziell des mobilen Internets und verbessert die User Experience.

Die Kontrolle des Cachings schließt noch einen weiteren Aspekt mit ein – das Laden der Inhalte erfolgt wesentlich schneller, somit müssen die Nutzer keine langen Wartezeiten in Kauf nehmen. Der Nutzungsprozess wird dadurch auf einem hohen Niveau trotz schonendem Gebrauch der Netzwerkressourcen gehalten.

Die Vorteile von PWA’s in der App-Entwicklung

Technik, Nutzererfahrung und Onlinemarketing

  • Deutlich hervor sticht, dass man PWA’s nicht aus dem jeweiligen App-Store herunterladen und installieren muss. Somit gehören auch Updates der Vergangenheit an. Mit der Funktion “Add-To-Homescreen”, welche so gut wie jedes mobile Betriebssystem unterstützt, kann der Nutzer den Link wie ein klassisches App-Symbol auf seinem Desktop abspeichern und jederzeit aufrufen.
  • Ein weiterer Vorteil von Progressive Web Apps ist die Nutzung auch bei schlechter oder gar keiner Internetverbindung. Die App muss lediglich einmal online genutzt werden, dann sollten die Inhalte im Cache auch offline verfügbar sein.
  • Des Weiteren haben Entwickler die Möglichkeit, auf mehr Funktionen des Smartphones zuzugreifen, wie bspw. das Senden von Push-Benachrichtigungen auf mobile Geräte.
  • Außerdem ist das Teilen der App sehr simpel. Während bei nativen Apps erst ein Link über den Store aufgerufen werden muss, kann für PWA’s ganz einfach die URL aus dem Webbrowser kopiert werden.
  • Und auch für das Onlinemarketing bieten sich Vorzüge: Bei Progressiven Web Apps können die Inhalte nämlich im Gegensatz zu nativen Apps vollständig von Suchmaschinen indexiert werden.

Unternehmerische Vorteile

  • Die wirtschaftlichen Vorteile sind die geringeren Entwicklungs- und Wartungskosten. Eine zeitintensive Entwicklung für mehrere Betriebssysteme wird überflüssig und Updates können direkt eingespielt werden, ohne dass Nutzer extra darüber informiert werden müssen.
  • Da Progressive Web Apps nicht installiert werden müssen, sind die Betreiber unabhängig von App Stores. Entwickler müssen demnach vom Verkaufspreis keine Anteile für die jeweilige Plattform abgeben.
  • Zudem ist die mentale Hürde zur Installation einer App deutlich höher, als der Schritt zum Aufrufen einer Webseite und dem Abspeichern als Homescreen-Icon. Betreiber einer PWA benötigen also weniger Überzeugungskraft als mit einer App, erzielen aber im Endeffekt eine ähnlich hohe Conversion Rate sowie Kundenbindung.
  • Auch für Businessanwendungen gibt es kaum Grenzen: Geschäftliche Anwender profitieren mit dem gesicherten Zugriff auf Firmendaten von Desktops, Laptops, iOS- und Android-Geräten, welche aus dem Browser heraus ermöglicht werden. Über Services – lokal oder über die Cloud – können diese Daten dann sicher und hochverfügbar bereitgestellt werden. In den Bereichen Datenschutz und Datensicherheit hat sich gerade im Mobile Bereich sehr viel getan, sodass auch die Geräte selbst mittlerweile durchaus für den Unternehmensalltag zum Einsatz kommen können.

Welche Zukunft haben Progressive Web Apps?

Inwieweit sich Progressive Web Apps in der Zukunft durchsetzen werden, bleibt noch abzuwarten. Die technologische Entwicklung in diesem Bereich wird von Google vorangetrieben und war anfangs nur für Android-Geräte und den Chrome-Browser verfügbar. Die großen Konkurrenten der Branche haben ihre Systeme nach langer Zurückhaltung mittlerweile aber ebenfalls für Progressive Web Apps nachgerüstet.

So hat Microsoft im September 2017 angekündigt, den mit Windows 10 eingeführten Edge-Browser für PWA‘s zu optimieren. Im „Redstone 4“-Update des Betriebssystems aus dem Frühjahr 2018 war der PWA-Support dann endgültig enthalten. Apple hat schon seit einiger Zeit Service Worker in das Webkit des hauseigenen Safari-Browsers integriert und damit die Basis für Progressive Web Apps geschaffen. Und auch reine Browserentwickler, wie Mozilla mit seinem Firefox, sind mit von der Partie.

Es ist wohl also nur noch eine Frage der Zeit bis sich Progressive Web Apps auf dem Markt etabliert haben – die Bedingungen dafür erfüllen sie jedoch bereits. Interessieren Sie sich für die Entwicklung von Progressiven Web Apps? Dann lassen Sie sich von der Softwareentwicklung der kreITiv beraten!

Mobile ERP-Software und -Apps für den flexiblen Einsatz in Unternehmen

Mobile ERP-Systeme – Die Datenbank in der Hosentasche

Wie bereits im Blogartikel über digitalisierte Organisationsstrukturen dargestellt, sind ERP-Systeme das digitale Herzstück eines Unternehmens. Die Ursache: Sie ermöglichen den Echtzeitzugriff auf eine breite, konsistente Datenbasis.

Doch was ist mit Unternehmen, deren Geschäftsmodell regelmäßigen Außendienst erfordert? In einer Studie der Trovarit AG aus dem Jahre 2014 gaben immerhin 30% der ca. 2.400 teilnehmenden ERP-Anwender an, auch mobile Anwendungen zu benötigen. Gleichzeitig waren sie mit der Realisierung dieses Punktes am unzufriedensten.

Mobiles Arbeiten ist grundsätzlich nichts Neues und mittlerweile haben auch die meisten ERP-Entwickler mobile Anwendungen entwickelt, mit denen auch unterwegs auf Daten aus dem zentralen System zugegriffen werden kann. Diese existieren sowohl als native als auch Web-Apps – mit allen bekannten Vor- und Nachteilen. Momentan kann ein Smartphone oder Tablet nicht alle ERP-Funktionalitäten vollumfänglich erfüllen, doch einfache Abfragen, etwa von Kundendaten des angeschlossenen CRM-Systems, Produktinformationen oder die Auswertung und grafische Darstellung von Kennzahlen können über Apps, die mit dem zentralen System verbunden sind, realisiert werden. Wie ist der aktuelle Stand im Jahr 2018?

ERP als App – Wofür brauche ich das?

Die mobile Datennutzung kann eine Menge Vorteile mit sich bringen. Nachfolgend einige Geschäftsbereiche, in denen der Mehrwert, aber auch die Gefahren angeschlossener Apps deutlich werden:

 

Vertrieb

Vor allem für den Vertrieb bietet sich ein mobiler ERP-Zugriff an. So können ohne Verzögerung Aufträge ausgelöst, Kundeninformationen abgerufen, Arbeitszeit unterwegs erfasst oder Reisekosten abgerechnet werden.

Das spart Zeit und Papier und ermöglicht es dem Vertriebler, autonom und ohne Rücksprache mit der Zentrale zu agieren. Diese größere Autonomie kann zwar die Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen, allerdings besteht auch die Gefahr, dass die interne Kommunikation leidet und Informationen, die früher “nebenbei” z. B. am Telefon oder im direkten Kontakt mitkommuniziert wurden, verloren gehen.

Servicemanagement

Besonders relevant ist das Thema auch fürs Servicemanagement. So kann der Servicemanager beim Kunden vor Ort direkt einsehen, ob ein Ersatzteil noch verfügbar ist, ob es für eine Tätigkeit einen verfügbaren Mitarbeiter mit den nötigen Qualifikationen gibt oder ab wann eine weitere Bearbeitung generell möglich ist.

Für den Kunden heißt das schnellere Bearbeitung und höhere Servicequalität und für das Servicemanagement ein schnelleres und autonomeres Arbeiten.

Lagerverwaltung

Eine weitere übliche Anwendung findet sich in der Lagerverwaltung. Hier kann, etwa für eine Inventur, ein Barcodesystem mit Handscannern genutzt werden. Ist dieses ans ERP-System angebunden, können dort hinterlegte Informationen in Echtzeit angepasst werden.

Dadurch können sich Einkauf oder Vertrieb immer an exakten Ist-Größen orientieren. Neben der Arbeitserleichterung für die Mitarbeiter, können so Lagerbestände reduziert und somit Geld eingespart werden.

Controlling

Auch das Management, das Controlling oder andere Verwaltungsinstanzen können durch mobile Anwendungen entlastet werden, etwa wenn die Anfertigung von Analysen, Auswertungen etc. nicht mehr im Büro, sondern ebenso unterwegs erfolgen kann.

Problematisch ist die damit drohende Vermischung von Berufs- und Privatleben, der viele Mitarbeiter oftmals sehr kritisch gegenüberstehen.

Gefahren der mobilen ERP-Nutzung

Nicht erst seit kurzem ist ein branchenübergreifender Trend zum Cloud Computing zu beobachten. Das gilt sowohl allgemein im Software-Bereich als auch für ERP-Systeme im Speziellen und macht es als technologische Grundlage deutlich einfacher, von mobilen Geräten Zugriff zu erhalten.

  • Die Entwicklung mobiler ERP-Anwendungen ist oft ein schwieriger Spagat: Zum einen soll der Funktionsumfang möglichst groß sein, zum anderen sind gerade auf mobilen Geräten Speicherplatz und Usability einer App wichtige Themen.

    Momentan befinden wir uns in einer Übergangsphase, denn obwohl die technischen Gegebenheiten eine weiterreichende mobile Nutzung ermöglichen würden, werden neue Anwendungen nur langsam integriert. Das liegt vor allem an der relativ langen Lebensdauer von ERP-Systemen, denn diese sind in der Regel für mehrere Jahre in Betrieb. Oft lohnt es sich nicht mehr, Schnittstellen für veraltete Systeme zu entwickeln oder ist deutlich aufwendiger.

  • Das wohl größte Thema bei mobiler Datennutzung ist das Thema Datensicherheit, denn eine Datenübertragung ist immer auch ein potenzieller Angriffspunkt. Datentransfers zwischen mobilen Endgeräten und einer zentralen Datenbank sollten deshalb immer unbedingt verschlüsselt werden.

    Auf das lokale Speichern von Daten sollte grundsätzlich verzichtet werden, denn mobile Geräte können leicht verloren gehen oder gestohlen werden. In einem solchen Fall gehen sensible Informationen verloren und gelangen in falsche Hände. Alternativ können sogenannte Mobile-Device-Managementlösungen die Sicherheit zusätzlich erhöhen. Diese verfügen über eine PIN-gesteuerte Zugriffsbeschränkung und können im Falle eines Diebstahls Daten per Fernzugriff löschen.

Ein mobiles ERP für mein Unternehmen: Ja? Nein? Vielleicht?

Oftmals ist die Anschaffung einer mobilen ERP-App eine Kosten/Nutzen-Abwägung. Ob sich Apps mit ERP-Anbindung lohnen oder nur nette Spielerei sind, ist auch sehr stark von der Art des Unternehmens abhängig. Deutliche Mehrwerte erkennen wir vor allem für Geschäftsbereiche mit sehr starkem Fokus auf Vertriebsaktivitäten beziehungsweise Außendienst allgemein.

Der Markt ist in diesem Bereich momentan sehr stark in Bewegung, was Prognosen schwierig macht. Zu der ohnehin großen Anzahl an ERP-Anbietern kommt nun ein breites Angebot mobiler Anwendungen, deren Funktionalität sehr divers ist. Haben Sie bereits ein ERP-System im Einsatz, ist es meist sinnvoll, Produkte desselben Herstellers zu verwenden, da sonst eine unfunktionale und unübersichtliche Anzahl von Insellösungen entstehen kann – ein Problem, das eigentlich durch ERP-Einsatz verhindert werden soll.

Übereilen Sie nicht den Einstieg in die mobile ERP-Nutzung, sondern entwickeln Sie zunächst eine umfassende Mobility-Strategie. Wenn Sie weitere Informationen zu mobiler Unternehmenssoftware und ihrer Einführung benötigen, helfen Ihnen unsere Experten gern weiter.

Wohin geht's zum Smart Home?

Smart Home – Gegenwart? Zukunft? Utopie?

“Smart Home” – ein Begriff, der seit der Jahrtausendwende nach und nach aufkam und das perfekt durchoptimierte Zuhause verspricht. Mit einem Knopfdruck auf dem Smartphone werden alle technischen Geräte bedient, am Arbeitsplatz die heimische Temperatur reguliert und dem Kühlschrank eine Liste von Nahrungsmitteln kommuniziert, die er regelmäßig mit seinem Inhalt abgleicht und notfalls fehlende Produkte selbstständig nachbestellt.

Doch der Ansatz geht weit über die bloße Fernsteuerung hinaus. Die Geräte sollen untereinander kommunizieren. Wird ein Fenster geöffnet, soll sich zum Beispiel automatisch die sonst aktive Luftregulierung anpassen. Grundlage dessen ist das sogenannte Internet of Things, eine Infrastruktur zunehmend intelligenter Gegenstände, bis hin zur autonom agierenden KI. Wie weit sind wir technisch auf dem Weg zum smarten Heim, wie verbreitet sind solche Ansätze schon heute und ist eine vernetzte Heiminfrastruktur überhaupt wünschenswert?

State of the (Sm)Art

Rein technisch sind die meisten Smart Home-Ansätze bereits heute völlig problemlos umsetzbar. Sowohl der Kühlschrank, der selbst neue Nahrungsmittel bestellt, als auch Fernsteuerung per App, sowie kommunizierende Geräte sind im Prinzip bereits existent. Doch trotzdem funktionieren fast alle Haushalte noch immer analog. Woran liegt das?

Wie bei den meisten innovativen Produkten gibt es für smarte Geräte sehr hohe Einstiegspreise. Vieles ist noch im Experimentierstadium und wird nicht in großen Stückzahlen produziert. Die Alltagserleichterung ist im Verhältnis dazu noch gering und in vielen Bereichen eher Spielerei. Kommunizierende Haushaltsinfrastruktur ist außerdem nur dann sinnvoll, wenn es im Haushalt eine große Anzahl an Geräten gibt, die solche Funktionen auch nutzen. Funktionierende Beispiele in der Realität, zumindest für komplett smarte Wohnungen, sind daher meist noch Modellprojekte.

Was, wenn die Zukunft abstürzt?

Doch all die Vorteile fürs alltägliche Leben, die ein smartes Heim bietet, sind auch mit Gefahren verbunden. So könnte eine (noch größere) Technikabhängigkeit entstehen. Wenn selbst die Haustür ausschließlich per Smartphone geöffnet werden kann, was passiert, wenn der Akku leer ist oder die Software buggt?

Momentan fehlt es außerdem an einheitlichen Standards für Soft- und Hardware. Zwar gibt es diverse Ansätze dafür, aber bisher konnte sich keiner davon am Markt etablieren. So nutzen unter anderem Samsung und Philipps den Standards Zig Bee, Bosch Z-Wave und RWE sein eigenes RWE Smart Home, es existieren aber noch zahlreiche andere. Die Systeme unterscheiden sich in Punkten wie Wellenlänge, Stromverbrauch oder Verschlüsselung und sind daher oft nicht kompatibel. Möchte man sich sein eigenes Smart Home mit Geräten verschiedener Anbieter zusammenstellen, wird man nicht daran vorbeikommen, zahlreiche Apps herunterzuladen – und zu hoffen, dass die intelligente Technologie verschiedener Hersteller überhaupt miteinander kommunizieren möchte.

Ein weiteres großes Thema ist natürlich Datensicherheit, denn natürlich lässt sich auch das Internet of Things hacken. Möchte man wirklich, dass alles, von der Dunstabzugshaube bis zur Zahnbürste, theoretisch von außen angegriffen, ausgelesen oder manipuliert werden kann? Immerhin wird fast jede Tätigkeit überwacht und eine bedeutende Menge an Daten aufgezeichnet. Sowohl Hacker als auch Hersteller könnten solche Informationen nutzen. Angriffe auf smarte Geräte gibt es bereits und meist sind sie erfolgreich, weil diese nicht einmal geringsten Sicherheitsstandards genügen. Hier müssen Hersteller definitiv noch nachlegen.

Wann sind alle Häuser schlau?

Trotz weitgehender Umsetzbarkeit, hat sich das Smart Home noch lange nicht durchgesetzt. Das hat auch gute Gründe. Preise, Sicherheitslücken und fehlende technische Stabilität schrecken die meisten Nutzer noch ab. Ob und wann sich solche Ansätze durchsetzen, ist schwierig zu prognostizieren. Wie immer bei Alltagsutopien ist es unmöglich Dinge einzubeziehen, die schlicht und einfach noch nicht existieren. Mit Sicherheit bringt die Zukunft Lösungen, die noch nicht absehbar sind – auch für Probleme, die wir noch gar nicht haben.

Auf der anderen Seite gibt es noch immer Alltagsprobleme, für die es noch keine smarte Lösung gibt und vielleicht auch nie geben wird. Solange etwa im Haushalt Müll entsteht, muss dieser auch gesammelt und abtransportiert werden. Letztendlich werden sich wohl einige sinnvolle Konzepte durchsetzen und andere Innovationen an ihrem Preis-Leistungs-Verhältnis scheitern. In jedem Fall werden unsere Heime künftig immer smarter werden und neue Ansprüche an Datenschutz und IT-Sicherheit stellen.