Blogartikel zum Schlagwort: ERP-Beratung

Presales als Aufwertung des Vertriebsprozesses

Erst die Arbeit, dann der Deal – Was ist Presales?

Nachdem wir vor kurzem schon Oracle in Paris besuchten, bot sich Mitte September nun die Gelegenheit, einen unserer Berater in die beschauliche Kleinstadt Reading westlich von London zu schicken. In den UK Headquarters von Oracle waren wir zu einem Presales-Kurs fürs hauseigene Cloud-ERP-System NetSuite eingeladen.

Grund genug, uns ein wenig dem Verkauf vor dem Verkauf zu widmen und zu fragen: Was ist eigentlich “Presales” und warum ist so etwas besonders im IT-Business relevant?

Was macht ein Presales Consultant?

In erster Linie ist er ein Kundenberater. Wie der Name schon sagt, agiert er vor allem in der Phase vor dem eigentlichen Kauf des Produktes. Damit bildet er die Schnittstelle zwischen dem Vertrieb und dem klassischen Beraterteam aus der Fachabteilung. Das bedeutet…

  • er übernimmt die Erstberatung,
  • präsentiert das Produkt,
  • erstellt Angebote
  • und geht dabei auf die individuellen Bedürfnisse und Anforderungen des jeweiligen Kunden ein,
  • um ihn letztlich vom Kauf zu überzeugen.

All dies geschieht auf einer möglichst unkomplizierten und unverbindlichen Ebene. Der Mitarbeiter im Presales geht über normale Vertriebsaktivitäten hinaus, denn er benötigt ein weitaus tieferes Produktverständnis, handelt aber trotzdem im vertrieblichen Bereich. Das ist allerdings eher eine grobe Einordnung, denn eine offizielle Definition des Begriffs existiert nicht, weshalb seine Bedeutung teilweise sehr weit gefasst werden kann. Wichtig ist nur, dass dem Kunden klar ist, was er von “Presales” zu erwarten hat.

Aufwertung des Vertriebsprozesses

Der Unterschied eines Presales Consultant zu einem einfachen Verkäufer ist demnach in erster Linie die Tiefe der Beratungskompetenz. Sinnvoll ist eine vorgelagerte Presales-Abteilung daher vor allem bei Produkten, die durch ihre Größe und Komplexität besonders beratungsintensiv sind. Fürs 08/15-Produkt reicht der “normale Vertrieb” völlig aus.

Kenner haben längst bemerkt: ERP-Einführungsprojekte sind genau solche umfangreichen Produkte. Diese Projekte dauern in der Regel lange, sind sehr teuer und haben komplexe Anforderungen. Ein Zuschlag erfolgt hier nie ad-hoc, sondern meistens nach einer längeren Presales-Phase, in der verschiedene Angebote eingeholt und verglichen werden. Dazu können Präsentationen, Workshops, ein Proof of Concept und viele andere Vertriebsstrategien dienen. Je tiefer das Produktwissen des Beraters, desto besser kann er den Kunden, etwa bei der Auswahl der richtigen Produktkomponenten, unterstützen.

Falls Sie die Einführung eines ERP-Systems erwägen, können Sie unsere geschulten Presales-Mitarbeiter gern auch einmal live erleben.
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Vorteile und Nachteile von CRM-Modulen für ERP-Software

CRM-Modul – das schwarze Schaf der ERP-Landschaft

Wenn Sie einen beliebigen ERP-Berater fragen, ob Sie Geschäftsbereich X in ein ERP-System, das bereits vorhanden ist oder gerade eingeführt wird, integrieren sollen, erhalten Sie meist diese Antwort: „Ja! Je zusammenhängender die Softwarelandschaft in Ihrem Unternehmen ist, desto besser.“ Wie für jede Regel, gibt es dabei die große Ausnahme – Das Modul fürs Customer-Relationship-Management, kurz CRM.

Obwohl eine gute Kundenkommunikation zu den wichtigsten Säulen einer funktionierenden Geschäftstätigkeit gehört, bieten viele ERP-Systeme hier nur eine abgespeckte Lösung in Form von Adressverwaltung und Mailintegration an. Zwar gibt es auch in diesem Bereich stetige Weiterentwicklung, doch im Vergleich zu anderen Geschäftsfeldern hinkt CRM oft hinterher. Warum ist das so?

ERP-Erweiterung oder CRM-Spezialsoftware?

Die Ursache für die scheinbare Vernachlässigung der CRM-Funktionalitäten liegt in deren vergleichsweise langer Geschichte. Bereits in den 80ern wurden Kundeninformationen systematisch gesammelt und zur Verbesserung der Kommunikation ausgewertet. Lösungsansätze und Funktionalitäten in CRM-Systemen sind daher mittlerweile sehr ausgereift und der Markt bietet zahlreiche hochspezialisierte Lösungen an.

Selbst große ERP-Anbieter tun sich dementsprechend schwer, diese hohen Anforderungen zu erfüllen, schließlich sind sie nicht ausschließlich darauf spezialisiert. Dementsprechend hinken die CRM-Module oftmals der spezialisierten Software hinterer. Gerade im B2B-Bereich müssen Lösungen fürs Customer-Relationship-Management extrem leistungsstark und flexibel sein, um auch komplexe Geschäftsprozesse wirksam zu unterstützen.

Dafür sind CRM-Module als Erweiterung bereits bestehender Unternehmenssoftware preiswerter als Einzellösungen, richtig? Kommt darauf an. Zwar ist ihr Einführungspreis meist günstiger, doch langfristig gilt es zu bedenken, was eventuell nicht erfüllte Funktionalitäten oder mangelnde Prozessunterstützung an Folgekosten bringen könnten.

Die richtige Software zur Kundenkommunikation

Heißt die Lösung also, stets auf spezialisierte CRM-Systeme parallel zum ERP-System zu setzen? Nicht unbedingt! Die Antwort auf diese Frage steht und fällt mit Ihren individuellen Anforderungen an die Software.

  • Auch in ERP-Systemen integrierte CRM-Module werden nach und nach immer besser und wenn diese alle Ihre Bedürfnisse im Bereich des Kundenmanagements erfüllen, dann spricht überhaupt nichts gegen die im ERP-System integrierte Lösung.
  • Stellen Sie aber auch die Akzeptanz Ihrer Mitarbeiter sicher. Selbst die auf dem Papier beste Lösung nützt wenig, wenn sie von der Belegschaft abgelehnt und nicht vollständig genutzt wird.
  • Bedenken Sie auch, dass Sie für ein externes System zusätzliche Ressourcen für die Entwicklung einer Schnittstelle aufbringen müssen. Selbst wenn Standardschnittstellen existieren, kommt man um weiteren Anpassungsbedarf selten herum. Auf die Synergieeffekte, insbesondere für Marketing, Service und Vertrieb, möchten Sie in der Regel nicht verzichten – egal ob diese durch ein integriertes oder ein angebundenes CRM-System entstanden sind. Wenn Sie sich für eine Schnittstellenlösung entscheiden, sprechen Sie mit dem jeweiligen Anbieter. Vielleicht gibt es für Ihre CRM/ERP-Kombination schon eine Schnittstelle, die zuverlässig funktioniert und schnell eingesetzt werden kann.

Für alle Fragen rund um die Themen ERP, CRM und weitere Unternehmenssoftware stehen Ihnen unsere Berater jederzeit gern zur Verfügung.

Unsere Berater besuchten Oracle zum NetSuite-Workshop

Voyage, Voyage – kreITiv zu Gast bei Oracle in Paris

Gute geschäftliche Partnerschaften haben den zusätzlichen Bonus, dass sie mitunter zu spannenden Geschäftsreisen führen. So verschlug es Ende Juni drei unserer Berater zu Oracle nach Colombes bei Paris.

Anlass war die Teilnahme an einem einwöchigen Workshop zu Oracles Cloud-ERP-System NetSuite. Wir konnten vom direkten Wissensaustausch mit dem Hersteller profitieren und spannende Gespräche mit anderen Beratern aus ganz Europa führen. Einmal vor Ort, durfte aber natürlich auch das obligatorische Sightseeing in der französischen Hauptstadt nicht fehlen.

Doch was ist NetSuite überhaupt und was haben unsere Kunden vom direkten Draht zu Oracle als einem der weltweit größten Softwarehersteller?

NetSuite – Die flexible ERP-Lösung in der Cloud

Als hochmodernes ERP-System verzichtet NetSuite gänzlich auf eine lokale Serverinfrastruktur und schiebt sämtliche genutzte Daten ausschließlich in die Cloud. In der Performance stellt das keinerlei Nachteil dar und es können alle üblichen ERP-Anforderungen erfüllt werden. Finanzbuchhaltung, Personalwesen, Berichte, Rechnungswesen und viele andere Geschäftsbereiche werden von NetSuite abgedeckt.

Kennzeichnendes Merkmal der Software ist seine große Offenheit und Flexibilität. Es existieren bereits zahlreiche über Schnittstellen angebundene Zusatzapplikationen – teilweise von Oracle selbst, teilweise aber auch von externen Entwicklern oder Nutzern. Über den hauseigenen App Store SuiteApps werden diese Anwendungen ganz einfach gesucht, heruntergeladen und integriert. Der Ansatz: Bevor man sich mühsam eine Lösung für ein Problem erarbeitet, prüft man, ob dasselbe Problem nicht schon von jemand anderem gelöst wurde. Das kann eine Menge Zeit und Geld sparen.

Im Gegensatz zu vielen anderen ERP-Systemen kommt die Benutzerfreundlichkeit dabei nicht zu kurz, denn die Anwendung verfügt über eine intuitive und optisch individualisierbare Oberfläche. Mittlerweile nutzen schon über 40.000 Unternehmen in mehr als 100 Ländern die Software.

All das hat zu einem stetigen Wachstum des Systems beigetragen, dem wir uns als exklusiver Ansprechpartner zu Oracle NetSuite für Unternehmen in Sachsen verschrieben haben.

Oh la la, Paris – Hey hey, Dresden

Ein Teil des kreITiv-Beraterteams zu Gast bei Oracle in Paris

Drei unserer Berater beim Workshop für Oracle NetSuite in Paris

Beim Workshop konnten unsere Berater nun noch tiefere Einblicke in die Welt von Oracle und die Entwicklungen erhalten und mit anderen Partnern über die Feinheiten und Stolpersteine von NetSuite-Implementierungsprojekten diskutieren, Kontakte knüpfen und Ideen austauschen.

Doch wenn man sich schon in einer der meistbesuchten Städte der Welt befindet, darf sich der Blick aber natürlich auch mal vom Laptop, Tablet und Smartphone lösen. Entsprechend pendelten unsere Berater zwischen Eiffelturm, Triumphbogen und Oracles Niederlassung in Colombes. Wieder in Dresden blicken wir auf eine spannende und lehrreiche Woche mit viel Abwechslung zurück. Unsere Erkenntnisse und Erfahrungen aus dieser Zeit bringen wir für unsere Kunden nun in zahlreichen Projekten der Konzeption, Einführung, Portierung und Schulung von Oracle NetSuite ein.

Wurde Ihr Interesse für NetSuite geweckt? Unsere Berater informieren Sie gern eingehender, wie Oracles Cloud-ERP-System auch Ihr Unternehmen voranbringen kann.

 

Auch unsere zertifizierten Berater arbeiten nach den PRINCE2 Standards

PRINCE2 – Die fürstliche Projektmanagement-Methode

Moderne Berufe lassen sich, vor allem wenn es um digitale Themen geht, nur sehr schlecht standardisieren. Jeder Kunde hat verschiedene Anforderungen, Prioritäten und finanzielle Möglichkeiten, wodurch auch das abgelieferte Produkt meist variiert. Daher werden Arbeitspakete oftmals als eigenständige Projekte bearbeitet. Doch was genau ist ein Projekt bzw. wie lässt es sich definieren?

Ein Projekt ist eine für einen befristeten Zeitraum geschaffene Organisation, die mit dem Zweck eingerichtet wurde, ein oder mehrere Produkte in Übereinstimmung mit einem vereinbarten Business Case zu liefern.

Das ist die Definition nach PRINCE2, einer der neben ICB oder PIMBOK weltweit führenden Projektmanagementmethoden, die auch unsere Arbeit bei der kreITiv maßgeblich beeinflusst. Warum nutzen wir diese Methode und was sind ihre Vorteile?

Flexibles Framework für skalierbares Projektmanagement

PRINCE steht für Projects in Controlled Enviroments und ist ein britischer Entwurf aus dem Jahr 1989. Nach einigen Verbesserungen entstand 1996 PRINCE2, das 2009 noch einmal überarbeitet wurde.

Ähnlich wie die Best-Practice-Sammlung ITIL ist PRINCE2 nicht starr. Es ist ein skalierbares Framework, das vom Hersteller zwar oft als Best-Practice-Ansatz beschrieben wird, aber nichtsdestotrotz durch deutliche Prozesse mit definierten Rollen für eine klare Struktur sorgt.

Grundlage sind 7 Grundprinzipien, 7 Themen, 7 Prozesse und die Anpassung an die Projektumgebung. Jedes Projekt ist einmalig, Anpassung bedeutet also, die passende Projektorganisation mit Rollenbesetzung und Dokumentation festzulegen. Schließlich soll der Managementaufwand nicht größer sein, als das Projektergebnis wert ist.

Das führt zu einer enormen Flexibilität und Skalierbarkeit, was diese Methode für Projekte aller Art und jeder Größe attraktiv macht. Ihre wichtigsten Aspekte sind:

  • immer auf den Business Case, die geschäftliche Rechtfertigung des Projekts, ausgerichtet
  • Fokus auf Einteilung in kontrollierbare Phasen
  • produktbasierte Planung
  • Definition des Projektmanagementteams (in der Praxis können einzelne Personen mehrere Rollen einnehmen) und der Organisationsstruktur
  • permanente Aufwands- und Risikobewertung
  • Definition der Kommunikationswege
  • „Management by Exception“ – Verantwortliche/Auftraggeber werden informiert, greifen aber nur in Ausnahmefällen ins Projekt ein

Updates für PRINCE2 – Neues aus dem Königspalast?

Im Jahr 2017 gab es nach 2009 noch einmal eine größere Überarbeitung. Bisher gibt es diese nur für die englische Sprachversion, soll aber 2018 auch für andere Sprachen zur Verfügung gestellt werden. Entsprechend des Best-Practice-Ansatzes basiert dieses Update zu großen Teilen auf Feedback von Nutzern und wurde bei Einführung mit der Community abgestimmt. Fokus liegt dabei eher auf einer weiteren Verbesserung der Anpassbarkeit, während die grundlegenden Prinzipien beibehalten wurden.

Die große Verbreitung als einer der gängigen Standards im Projektmanagement, die flexible Anwendbarkeit sowie die inhaltliche Nähe zu ITIL machen PRINCE2 zu einem idealen Ansatz gerade für IT-Service-Dienstleister wie die kreITiv. Sollten Sie Interesse an diesem Thema haben, wenden Sie sich gern an uns. Unsere Berater sind PRINCE2-zertifiziert und helfen Ihnen gern weiter.

Verbesserungsprozesse mit ITIL als Best Practices im Service-Management

ITIL – Best Practice im Service-Management

Das Schöne an Fehlern ist: Wenn alles richtig läuft, muss man sie nur einmal machen. Positiv formuliert kann und sollte man von den Erfahrungen und Erkenntnissen seiner Vorgänger lernen – und das überall im Leben. Für den IT-Service-Bereich wurde Ende der 80er Jahre dafür ITIL entworfen, das seit 2007 in seiner dritten Version ITIL V3 existiert, 2011 erneut aktualisiert wurde und nun meistens schlicht als “ITIL” ohne weiteren Namenszusatz bezeichnet wird.

Die Abkürzung steht für “Information Technology Infrastructure Library” und soll mehr als eine Sammlung praxiserprobter und bewährter Standardverfahren und weniger als festgeschriebenes Regelwerk verstanden werden. Es ist daher völlig in Ordnung, ITIL im Unternehmen an seine individuellen Bedürfnisse und Gegebenheiten anzupassen, wenn dies zu einer besseren Serviceleistung beiträgt. Ziel ist es, möglichst wirtschaftlich zu arbeiten und dabei hohe Qualitätsstandards einzuhalten.

Ursprünglich war es ein von der Central Computing and Telecommunications Agency (CCTA), einer britischen Behörde, entwickelter Katalog bewährter Best-Practise-Methoden. Mittlerweile existieren fünf Bände, die nach den fünf Kernbereichen von ITIL benannt sind und noch immer sehr allgemeingültige Empfehlungen enthalten.

Kontinuierliche Verbesserungsprozesse mit ITIL

Strategie, Design, Überführung, Betrieb und Verbesserung im ITIL-KreislaufZentraler Ansatzpunkt des Konzeptes ist dementsprechend die kontinuierliche Verbesserung der geleisteten Servicequalität, wie im Bild rechts, dem ITIL Service Lifecycle, ersichtlich wird. Die weiteren Bausteine sind:

  • Service-Strategie bezeichnet die Definition des Service aus Geschäftsperspektive, inklusive finanzieller Aspekte.
  • Service-Design bezeichnet die Entwicklung der Servicearchitektur aus operativer Perspektive. Es überträgt die Servicestrategie in eine konkrete Serviceleistung und definiert die dazu notwendigen Prozesse und Spezifikationen.
  • Service-Überführung bezeichnet die konkrete Umsetzung des Designs. Es beinhaltet daher neben dem Änderungsmanagement die Freigabe, Prüfung, das Testing und letztlich die Abnahme des Service. Da ITIL von kontinuierlicher Verbesserung ausgeht, findet diese Phase regelmäßig und nicht nur zur Einführung des Service statt.
  • Service-Betrieb bezeichnet die operative Tätigkeit, also die eigentliche Leistungserbringung.

Die Grundstruktur folgt dabei dem Deming Cycle, der auch aus dem Qualitätsmanagement bekannt ist und nach dem Muster “Plan – Do – Check – Act” auf kontinuierliche Verbesserung ausgerichtet ist.

ITIL Zertifizierung für IT-Unternehmen

Mittlerweile hat sich ITIL zum De-Facto-Standard im IT-Service-Management entwickelt und wird in viele weitere Modelle (z. B. ISO 20000 und das Microsoft Operations Framework) einbezogen. Das lag zum einen am zunehmenden Qualitätsbewusstsein der Servicemanager und zum anderen am Bedarf einer gemeinsamen Terminologie in diesem Bereich. Der Erfolg rührt auch daher, dass für die Nutzung die Unternehmensgröße und -struktur nicht zwangsläufig eine Rolle spielen. Theoretisch kann der kleine IT-Dienstleister es genauso gut nutzen und davon profitieren, wie der weltweit agierende Großkonzern.

Auch unsere IT-Infrastruktur-Abteilung orientiert sich an diesen Grundsätzen. Haben Sie Fragen rund ums Thema ITIL? Unsere Berater sind ITIL-zertifiziert und helfen Ihnen gern weiter.

Agiles Projektmanagement im Vergleich zu klassischen Ansätzen

Agiles Projektmanagement für ERP-Systeme – Wie geht das?

Wissen Sie, wie die Einführung eines neuen ERP-Systems in Unternehmen normalerweise abläuft? Wir skizzieren den Ablauf für ein agiles Projektmanagement im ERP-Bereich von der Konzeption bis zur Implementierung am Beispiel der fiktiven Schneidereit & Söhne GmbH.

 

Die klassische ERP-Einführung im Fallbeispiel

Die für das Einführungsprojekt zuständigen Schneidereit-Mitarbeiter füllen Seiten über Seiten von Standardvorlagen mit möglichst klar formulierten Anforderungen, die den gewünschten Funktionsumfang des Systems abschließend beschreiben sollen. Diese werden in ein Pflichtenheft gegossen, das vom Auftraggeber und dem Beratungsunternehmen akzeptiert und vertraglich abgesichert wird. Danach wird Phase für Phase des Projektplans abgearbeitet bis das Pflichtenheft in allen Punkten zu ausreichender Zufriedenheit erfüllt wurde.

Immerhin 1/3 der Unternehmen können so glücklich in eine effizientere Zukunft starten. 2/3 aller Firmen begegnen auf diesem Weg jedoch Stolpersteine: Das Projekt verzögert sich, die Kosten explodieren, Krisensitzungen werden anberaumt und im schlimmsten Fall wird das Projekt abgebrochen. Dann können Auftraggeber und -nehmer nur noch hoffen, dass der Vertrag gut genug ausgearbeitet war und niemand finanziell ruiniert wird.

Vielen projektgefährdenden Hürden könnte man mit einem agileren Projektmanagement Herr werden. Was genau darunter zu verstehen ist, erfahren Sie in unserem Artikel zu den Grundlagen agiler Softwareentwicklung. Im Grunde handelt es sich um einen Überbegriff für Ansätze, die Projekte in kleinen Teams Output-orientiert steuern. Der weitere Projektablauf geschieht in Sprints” und wird phasenweise je nach Fortschritt geplant.

Das ermöglicht ein deutlich flexibleres Projektvorgehen, setzt aber auch gegenseitiges Vertrauen voraus. Während sich agiles Projektmanagement in der Softwareentwicklung längst durchgesetzt hat, werden ERP-Projekte oftmals noch immer nach dem etwas angestaubt wirkenden Wasserfallmodell, einem linearen Phasenmodell, durchgeführt. Trauen sich Projektmanager einfach nicht an innovative Ansätze heran oder gibt es gute Gründe dafür?

Agile ERP-Projekte, wie geht das denn?

Ein agilerer Ansatz für die komplexere Einführung von Unternehmenssoftware könnte nach unserem Fallbeispiel folgendermaßen aussehen.

 

Agiles Projektmanagement im Modell

Statt per Pflichtenheft den Leistungsumfang zu definieren, legt Schneidereit & Söhne ein bestimmtes Zeitfenster und Geldbudget fest. In regelmäßigen Abstimmungsmeetings wird der Fortschritt des Projektes analysiert und gemeinsam das weitere Vorgehen beschlossen. Bei knappen Ressourcen ist es unwahrscheinlich, dass jede Anforderung bis ins letzte Detail erfüllt werden kann. Das macht es notwendig, gemeinsam Prioritäten für jede Anforderung festzulegen, wobei höher priorisierte Bestandteile zuerst realisiert werden.

Sind Zeit und/oder Geld aufgebraucht, wird das Projekt (in der Regel) beendet. Doch dann sind die wichtigsten Anforderungen bereits realisiert worden. Nun kann beraten werden, ob sich weiterer Aufwand lohnt, um die verbleibenden „unwichtigen“ Anforderungen noch nachzuliefern. Damit wird der Situation vorgebeugt, dass immer weitere Gimmicks ins ERP-System integriert werden sollen und den Projektrahmen aufblähen.

Durch den oftmals modularen Aufbau von Unternehmenssoftware ist dieser Ansatz prinzipiell gut umsetzbar. Er fördert die Kommunikation der Projektbeteiligten und zwingt das einführende Unternehmen, genauer zu reflektieren, zu welchem Zweck ein ERP-System eigentlich eingeführt werden soll und welchen objektiven Wert einzelne Systembestandteile bieten.

Durch dieses schrittweise Vorgehen, wird der inhaltliche und ökonomische Zweck des nächsten Leistungspaketes regelmäßig hinterfragt, was der steigenden Komplexität der einzuführenden Systeme gerechter wird. Warum wird also nicht immer so vorgegangen?

Woran agile Ansätze scheitern können

Im Gegensatz zum typischen Projekt in der Softwareentwicklung ist der Kunde in eine ERP-Einführung wesentlich stärker eingebunden. Das vereinfacht zwar viele Dinge, etwa bei der Anforderungserhebung, heißt aber auch, dass der Einführungsdienstleister bei der Wahl seines Projektplanungsansatzes stärker auf den Kunden Rücksicht nehmen muss.

  • Lassen die individuellen Gegebenheiten überhaupt einen flexibleren Ansatz zu?
  • Wie verhandelbar sind Preise, Termine oder Anforderungen während des Projektverlaufs?
  • Hat das einführende Unternehmen das nötige Vertrauen, auf die agilen Ansätze einzugehen?

Agile Managementansätze wie Scrum oder Kanban setzen kleine, selbststeuernde Teams voraus. Diese Autonomie erhöht in der Regel die Zufriedenheit der Mitarbeiter, verlangt vom Projektmanagement aber Vertrauen ins Team und die Projektpartner sowie gute Kenntnisse über deren Fähigkeiten. Diese Gegebenheiten bietet allerdings nicht jedes Einführungsprojekt.

Die kundenseitige Bereitschaft zu agilem Projektmanagement kann man nicht immer voraussetzen, auch wenn sich neue Denkansätze schnell per PowerPoint vermitteln lassen. Ebenso kann niemand zu dem sehr hohen Kommunikationsbedarf gezwungen werden. Trotz vieler Vorteile kann es also sein, dass die Umstände eine agile Projektdurchführung nicht zulassen oder die Beteiligten den damit verbundenen Kontrollverlust nicht wünschen, wodurch auf klassische Ansätze zurückgegriffen werden muss.

Klassische oder agile Methoden im Projektmanagement?

Wie entkommt man nun dieser Falle? Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte. Ein guter Projektmanager sollte auch agile Managementansätze anwenden können. In der Praxis muss im Einzelfall entschieden werden, wo klassisches Vorgehen notwendig ist und projektstabilisierend wirkt und wo durch flexibleres Vorgehen das Projekt effektiv unterstützt werden kann.

Der wichtigste Ansatz ist, sich immer am Kundennutzen zu orientieren, denn der wichtigste Indikator für den Projekterfolg ist letztendlich die erzeugte Wertschöpfung sowie die Zufriedenheit des einführenden Unternehmens mit dem fertiggestellten System. Wir von kreITiv unterstützen Sie gern bei der Planung und Durchführung Ihres eigenen Einführungsprojektes – welcher Managementansatz auch der Beste ist.

Harmonisierte Schritte zur Digitalisierung - Softwareentwicklung, ERP-Beratung, IT-Infrastruktur und Onlinemarketing

Vom IT-Einzelinstrument zum Orchester der Digitalisierung – kreITiv GmbH

Vor ca. zehn Jahren startete die kreITiv mit zahlreichen Einzelinstrumenten im Bereich der IT-Infrastruktur. Die Lösungen waren moderne technische Ausstattungen, wie Einzelcomputer und Server, sowie Dienstleistungen rund um die Vernetzung dieser Hardware im Sinne des Cloud-Gedankens. Unsere Kunden der ersten Stunde haben die melodischen Klänge der Einzelinstrumente für gut befunden – und sie wollten mehr von uns hören. Der perfekte Anlass also, an der Vielseitigkeit unserer Aufführungen zu arbeiten.

Nicht nur die Anzahl und die Harmonisierung der Instrumente, also unserer IT-Dienstleistungen, erweiterte sich in diesem Schritt. Die Leistung der Musiker (unsere Mitarbeiter), die Qualität der Instrumente und auch die Abstimmung der einzelnen Genres entwickelten sich positiv. Auf diese Weise gelang uns die Entwicklung zum digitalen Orchester. In der Folge wuchs auch bei unseren Kunden die Lust auf digitale und genreübergreifende Melodien.

2017 – Unser Jahr der Erneuerung und der Spezialisierung

Bereits seit drei Jahren haben wir den harmonischen Dreiklang der Digitalisierung angestrebt: IT-Infrastruktur, Softwareentwicklung und Onlinemarketing. Für diesen Dreiklang steht unser erfolgreiches Produkt Tippevent.de, das  kreITiv Tippspiel für Unternehmen, exemplarisch. Es wurde von unseren Softwareentwicklern komponiert, von unseren Marketingspezialisten online besungen und durch die IT-Infrastruktur hochskalierend und sicher im Rahmen der Tontechnik vernetzt. Auch für die WM 2018 in Russland ist das Tippspiel wieder kostenfrei und ab sofort für Unternehmen verfügbar.

Genau solche Harmonien möchten wir für unsere Kunden bereitstellen! Und dies möchte auch unser Publikum. Im Jahr 2017 wollten wieder mehr Kunden zu mehr Konzerten kommen – unser digitales Repertoire stieg weiter. So haben wir beispielsweise unsere Onlinemarketing-Spezialisten unter der eigenen Marke mi-marketing positionieren können.

Mit der ERP-Beratung von kreITiv haben wir im gleichen Zug den Weg hin zum digitalen Orchester weiter beschritten. ERP-Software wird als komplexe Verwaltungssoftware in vielen betrieblichen Bereichen von Buchführung bis hin zur Leistungserstellung genutzt. Unsere Berater sind zertifiziert und beherrschen ihre Instrumente im Zusammenspiel unterschiedlichster Stimmen.

Die Digitalisierung schreitet voran und wir geben den Takt vor

Auch 2018 möchten wir das digitale Orchester für Ihr optimales IT-Erlebnis spielen lassen. Und zwar für einen guten Zweck: die digitalen Fortschritte in Ihren Prozessen für Ihre unternehmensweite digitale Transformation. Damit agieren Sie nachhaltig und zukunftssichernd.

Wir starten mit dem Neujahrskonzert. Kommen Sie gern auf uns zu und lassen Sie sich beraten.